Mauerbild






Bildtitel "Berlin bei Nacht"

East-Side-Gallery 1990
5m lang, 3,80 m hoch


• Was ist der Hintergrund des Bildes?
• Was soll das Bild aussagen?
• Wie kam ich auf diese Bildidee?

Diese Fragen wurden mir seit der Bemalung der Mauer öfter gestellt. Hier hoffe ich nun für alle Interessierten eine zufriedenstellende Beschreibung geben zu können.


Antworten

Dies ist ein sehr spirituelles Bild. Da ich seit meiner Kindheit sensitiv veranlagt bin, hatte ich etwa ein Jahr vor der Maueröffnung während einer Meditation diese Vision eines vereinten Berlins. Dieses Bild erschien mir plötzlich und ich hatte zuerst keine Ahnung was es bedeuten sollte. Erst als der 03. Oktober zum Tag der Deutschen Einheit wurde, wusste ich es.

Es war eine Art Vorahnung von dem, was sich tatsächlich ereignen sollte und zeigte die starken Energien an, die in meiner Heimatstadt noch heute vohanden sind.

Als ich 1990 dann die Chance bekam, ein Stück der alten Mauer zu bemalen, war das für mich ein historisches Ereignis und ich fand, daß kein anderes Bild besser auf diese Wand passte als dieses. Ich malte es in der Hoffnung, die vorbeieilenden Menschen würden den tieferen Sinn darin erkennen.




Dies ist das Original-Bild, welches ich gleich nach der Meditation zeichnete.

 

Ich sah also eine vereinte Stadt, die das grosse Potenzial für eine wirklich ganzheitliche Vereinigung gehabt hätte...
Dies wird hier durch den Spiralnebel links oben symbolisiert.


Leider schwebte über dieser Stadt auch eine feindselige Stimmung, da die Karten bei der Zusammenführung nicht gerecht verteilt wurden und zudem diverse Großindustrielle hier etwas ganz bestimmtes vorhatten.
Dies wird hier durch den Drachenkopf symbolisiert.


Der Weg im Vordergrund zeigt,

daß es nur einen Weg gegeben hätte, um aus dieser Erfahrung etwas großes wachsen zu lassen. Den aber hätten wir GEMEINSAM in einer wirklichen EINHEIT gehen müssen. Die Politiker hätten sich ehrlich mit dem Volk auseinandersetzen sollen und das Volk hätte bereit sein müssen, umzudenken.

Zuviel Bequemlichkeit und das überbewerten eines längst nicht mehr funktionierenden Wertesystems, sind z.B. zwei Schlüssel hierzu, die man übriegends auch ganz aktuell mit der Irakkrise verbiden kann...


Die Atom-Kraftwerke und der Abfall

im Vordergrund (Coladose, Zigarettenkippe) deuteten schom darauf hin, dass Berlin der Gefahr einer Überindustrialisierung ausgesetzt wird, deren Folgen nicht absehbar sind.


Allgemein kann man sagen, daß das Bild warnen und zu einer Umkehr des Denkens aufrufen wollte.

Das Bild hat an Aktualität nichts eingebüßt, denn zur Zeit könnte es global auf ein Umdenken der gesamten Welt hindeuten :-)


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Stand: 28.03.2003